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Änderungen in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ab 2018

Zum 01.01.2018 treten die gesetzlichen Bestimmungen des Betriebsrentengesetzes in Kraft.
Sie betreffen ausschließlich die Durchführungswege: Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds.
Wir möchten Sie über die wichtigsten Änderungen kurz informieren:

Änderung der steuerfreien Beitragshöhe
Bisher waren Beitragszahlungen in die o. g. Durchführungswege bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung - jährlich € 3.048,00- steuerfrei. Zusätzlich konnten steuerfrei pro Kalenderjahr € 1.800,00 eingezahlt werden.
Gesamt war somit jährlich eine steuerfreie Einzahlung von € 4.848,00 in eine betriebliche Altersvorsorge möglich. Sozialversicherungsfreiheit bestand auf Beiträge jedoch nur bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung.

Ab 2018 erhöht sich die Steuerfreiheit auf Beiträge bis zu 8 % der allgemeinen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung. Dies entspricht einem Betrag von € 6.240,00 pro Kalenderjahr. Zusätzliche Einzahlungen sind steuerpflichtig. Zu beachten ist, dass sozialversicherungsfrei aber weiterhin nur Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung sind.

Staatlicher Zuschuss bei Geringverdienern
Sofern ein Arbeitgeber für einkommensschwache Arbeitnehmer zusätzlich zum Arbeitslohn Beiträge in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlt, kann ein staatlicher Zuschuss gewährt werden.

Der Zuschuss beträgt 30 % der Arbeitgeberleistung zur betrieblichen Altersvorsorge. Dabei sind einige Voraussetzungen zu erfüllen:

• Der Mindestbeitrag in die bAV muss € 240,00 betragen, die Maximalleistung ist auf € 480,00 begrenzt.
• Das laufende monatliche Einkommen des Arbeitnehmers darf nicht mehr als € 2.200,00 betragen.
• Es muss sich um ein erstes Dienstverhältnis handeln.
• Der Tarif der Versicherungsgesellschaft muss ungezillmert sein.

Arbeitgeberzuschuss bei Entgeltumwandlung
Ab 01.01.2019 muss der Arbeitgeber für alle neu abgeschlossenen Verträge mit Entgeltumwandlung mindestens 15 % des umgewandelten Entgelts als zusätzlichen Pflichtbeitrag in die bAV einzahlen.

Dies jedoch nur, wenn auch Sozialversicherungsbeiträge gespart werden, was in der Regel aber der Fall sein wird.

Ab 01.01.2022 gilt diese Regelung auch für alle bereits bestehenden Verträge.

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