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Firmenwagen / Privatnutzung Anrechnung der vom Arbeitnehmer getragenen Betriebskosten als Werbungskosten

Der geldwerte Vorteil für die Privatnutzung eines Firmenwagens wird für den Arbeitnehmer üblicherweise nach der 1%-Methode berechnet. Für die Fahrten von der Wohnung zur Arbeitsstätte wird der geldwerte Vorteil nach der 0,03 %-Methode ermittelt. Alternativ besteht auch die Möglichkeit der individuellen Ermittlung des Nutzungswertes durch Fahrtenbuch.

Strittig war bisher, ob die ggf. vom Arbeitnehmer getragenen Betriebskosten als Werbungskosten auf den geldwerten Vorteil angerechnet werden können.

Durch eine neue Rechtsprechung des Bundesfinanzhof (Urteil vom 30.11.2016, VI R 2/15), wurde nun klargestellt, dass die vom Arbeitnehmer getragenen Aufwendungen den geldwerten Vorteil mindern und zwar unabhängig davon, ob sie sich auf die beruflichen oder außerberuflichen Fahrten, die der Arbeitnehmer mit dem Firmenwagen unternimmt, beziehen.

Der Arbeitnehmer kann die von ihm getragenen Betriebskosten somit in seiner Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend machen (Ausnahme: Betriebskosten, die für dienstliche Fahrten übernommen wurden, diese sind vom Arbeitgeber zu tragen).

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

• Die Übernahme einzelner Betriebskosten muss arbeitsvertraglich geregelt sein.
• Die Jahreskilometerleistung muss festgehalten werden (km-Stand zu Beginn und Ende eine Kalenderjahres)
• Die Höhe der übernommenen Betriebskosten müssen vom Arbeitnehmer schriftlich festgehalten werden und belastbar nachgewiesen werden.

Zu den anrechenbaren Betriebskosten gehören z. B.:

• Treibstoffkosten
• Wartungs- und Reparaturkosten
• Kraftfahrzeugsteuer
• Beiträge für Fahrzeugversicherungen
• Garagen- und Stellplatzmiete
• Aufwendungen für die Wagenpflege

Nicht anrechenbar sind folgende Kosten:

• Straßen- und Tunnelbenutzungsgebühren
• Fährkosten
• Parkgebühren
• Aufwendungen für Insassen- und Unfallversicherungen
• Verwarnungs-, Ordnungs- und Bußgelder.

Diese Kosten sollten, um eine steuerliche Berücksichtigung zu erlangen, generell durch den Arbeitgeber als Eigentümer des Firmenwagens getragen werden. Lediglich Verwarnungs-, Ordnungs- und Bußgelder verbleiben bei dem Fahrer und sind steuerlich nicht berücksichtigungsfähig.

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